Nachträgliche Anmerkungen

Ladeverluste

Eine Vorsichtsmaßnahme stellt sicher, dass der im Buch angegebene Gesamtzuschlag von 45 Prozent auf den Stromverbrauch der Elektroautos auch unter der Annahme niedrigerer Ladeverluste Bestand hat.
Für die Verluste bei der Aufladung der Akkus gibt es weiterhin keine konsolidierten und allgemein anerkannten Werte. Um alle bei der Nutzung auftretenden Betriebszustände abzudecken, war bei den Berechnungen im Buch von 20 Prozent ausgegangen worden, zumal die Verluste unter ungünstigen Bedingungen noch wesentlich größer sein können. Grundlage waren die damals verfügbaren (und angegebenen) Quellen.
2020, nach der Fertigstellung des Buches, ermittelte der ADAC für die meisten Elektroautos Werte von 10 bis 20 Prozent. Beim europäischen Bestseller Renault ZOE waren es 19, beim Tesla 3 sogar 24,9 Prozent.
Im Buch waren die Gesamtverluste aufgrund der unsicheren Datenbasis vorsorglich ein wenig zu niedrig angesetzt worden. Dazu wurde für den Eigenbedarf der Kraftwerke die Angabe einer reputablen Quelle von 10 Prozent übernommen (siehe Quelle 16), obwohl bekannt war, dass die Bruttostromerzeugung 2019 ca. 607 Mrd kWh betrug, die Nettostromerzeugung hingegen nur 518 Mrd kWh; das bedeutet einen Zuschlag auf den Nettostrom von 17 Prozent. Mit diesem Wert dürfen die Ladeverluste bis auf 12,7 % sinken, ohne dass die Gesamtverluste 45 % unterschreiten.