Das Buch „Der Elektroauto-Schwindel“

Warum „Schwindel“?

Weil es tatsächlich um politisch gewollte Irreführung sowie einen Wissenschaftsskandal geht.

Bis vor wenigen Jahren wurden zusätzliche Stromverbraucher in Studien als Grenzverbraucher bilanziert. Grenzstrom wird überwiegend von fossilen Kraftwerken erzeugt. Folgte man den methodischen Empfehlungen von EU-Arbeitskreisen, des UBA, des VCI, (damals noch) des Öko-Instituts und vieler anderer Institutionen, so ergab sich für neue Stromverbraucher meist eine ungünstige Klimabilanz.

Dann ereignete sich etwas Sonderbares: Politiker entwickelten industriestrategische Visionen und fühlten sich berufen, deren Umsetzung per Gesetz zu erzwingen. Sie beschlossen, das E-Auto durchzusetzen – koste es, was es wolle. Um zu verschleiern, dass die Emissionen auf diese Weise in den kommenden Jahrzehnten gewiss nicht sinken werden, brauchte es Veröffentlichungen von Wissenschaftlern, die diesen Kurs legitimieren helfen. „Die Wissenschaft“ beugte sich dem politischen Willen. Sie war dazu bereit, den Einfluss des zusätzlichen Strombedarfs auf die Ökostromquote zu ignorieren, und liefert seither politisch gewünschte affirmative Begleitforschung.

Wenige Autoren nur versuchten sich an Begründungen für diesen Schwenk. Die Ergebnisse lesen sich durchweg haarsträubend (siehe das Kapitel „Unstimmigkeiten in Studien und Stellungnahmen“).

Elektroautos sind dreimal effizienter als herkömmliche Autos?

Das stimmt – trifft allerdings nur für ein Teilsystem zu, die Tank-to-Wheel-Energiekette. Damit werden die Energieverluste aus der Produktion des Zusatzstroms ausgeblendet. Für das Gesamtsystem ergibt sich hingegen ein anderes Bild: Umwandlungsverluste chemischer Energieträger machen den Wirkungsgradvorteil zunichte.

Jeder in die Elektromobilität investierte Euro ist daher für den Klimaschutz verlorenes Geld.

Elektroauto-Studien gelangen nur mit Hilfe eines systematischen Fehlers zu günstigen Bewertungen. Sie lassen zu, dass Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) bilanztechnisch doppelt verbraucht wird: Einmal von den bisherigen Stromverbrauchern und dann noch einmal von den E-Autos.

Über 80 Prozent der untersuchten Studien dienen dem Greenwashing der Elektromobilität.

Tatsächlich werden batteriebetriebene Elektroautos in keiner Phase der Energiewende eine bessere Klimabilanz als Autos mit Verbrennungsmotoren haben:

Diese Grafik basiert auf dem ökonomischen Marginalstromansatz (der nicht die Emissionen des durchschnittlichen, sondern des zusätzlich erzeugten Stroms verwendet).

Eine Leseprobe ist hier einsehbar. Sie können das Buch beim Händler um die Ecke kaufen oder dort bestellen. Die ISBN der zweiten Auflage lautet 9783756201549.

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Im April 2022 ist die zweite Auflage erschienen. Diese enthält u.a.

  • einen Ausblick in die Zukunft (da geht’s um die Belastbarkeit des Stromnetzes, E-Fuels und bessere Antriebskonzepte)
  • aktualisierte Berechnungen und
  • einen Zwei-Minuten-Schnellkurs über die Herkunft des Ladestroms (nützlich für Diskussionen).

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2 Antworten auf “Das Buch „Der Elektroauto-Schwindel“”

  1. Wie sieht es bei 80 0/0 EE Anteil im Stromnetz aus? Der ja 2030 erreicht sein soll, wohlgemerkt in 0/0, unabhängig von der Zahl der Elektrofahrzeuge
    Können die Autos nicht auch mittags geladen werden, während die Einspeisung der Solarstromanlagen auf 70 o/o gedrosselt sind.

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