AUDI hat entschieden, den Verbrenner weiterzuentwickeln

In der Debatte um die Mobilitätswende hat die Seite der Ideologen ausnahmsweise einmal eine Schlappe hinnehmen müssen. Audi-Entwicklungsvorstand Oliver Hoffmann sagte der FAZ zufolge: „Heute sehen wir in unseren Prognosen, dass in großen Märkten wie China und USA im Jahr 2030 voraussichtlich immer noch rund 50 Prozent aller Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor entfallen werden“.

Wie überraschend! Im Oktober letzten Jahres stand hier zu lesen: China setzt langfristig auch auf den Verbrennungsmotor

Hoffman hatte Erfreuliches mitzuteilen: Man habe „entschieden, unsere Verbrennungsmotoren weiterzuentwickeln“. Er beklagte Ängste unter der Kundschaft aufgrund der Diskussionsverbote und forderte eine Abgasnorm EURO7, die mit Verbrennern erfüllbar ist.

Ob er das wohl mit VW-Chef Diess abgestimmt hatte?

Recht hat er ja.

Denn das Ziel des regulatorischen und publizistischen Unfugs rund um das E-Auto war und ist nicht die Senkung der Treibhausgasemissionen, sondern die Abschaffung des Verbrenners – aus überwiegend ideologischen Gründen (siehe dazu Haltet die Ökostromdiebe!).

Den absurden EU-Regelungen zufolge verursacht Elektromobilität gar keine Treibhausgasemissionen. Grund: Die Stromherstellung wird komplett ausgeblendet. Zur Rechtfertigung dient die Legende von der Deckelung der Emissionen des Stromsektors im Rahmen des Europäischen Emissionshandels. Doch dabei handelt es sich um einen Taschenspielertrick: Die realen Emissionen verschwinden mittels kreativer Bilanzierung nur scheinbar im Nichts.
Im Widerspruch dazu ordnen selbst die vielen Greenwashing-Studien dem E-Auto durchaus THG-Emissionen zu – jedoch nur diejenigen des Durchschnittsstroms (obwohl der Ladestrom Zusatzstrombedarf schafft, der selbstverständlich als deutlich schmutzigerer Zusatzstrom zu bilanzieren ist).

Bisher schienen sich die Autohersteller in ihr Schicksal zu fügen und ihre Strategien widerstandslos an den klimapolitisch unsinnigen Vorgaben aus Brüssel auszurichten. So VW-Chef Diess es zulässt, bekommen die Verfechter der Synfuels demnächst aber wohl doch etwas Verstärkung. Möge es ihnen gelingen, die EU-Kommission an noch mehr Schaden zu hindern.

Noch besser wäre es, man würde endlich die rasch umsetzbaren Möglichkeiten für tatsächliche Emissionsverringerungen nutzen. Sparsame Verbrenner (vorzugsweise Erdgasfahrzeuge) und Non-Plugin-Hybride zu fördern und alles andere – wegen des Zusatzstrombedarfs natürlich auch E-Autos – deutlich höher zu besteuern, wäre eine kostengünstige und schnell wirksame Maßnahme..

Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/92/Audi-Logo_2016.svg/1024px-Audi-Logo_2016.svg.png

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