Der klimaneutrale Verbrennungsmotor

Scharlatane unter den Wissenschaftlern behaupten dreist, Treibhausgasneutralität sei mit Verbrennungsmotoren nicht möglich. Das soll den Blick auf die Vorteile dieser Antriebsart verstellen.

Dankenswerterweise berichtet „Der Standard“ über einen Vortrag von Prof. Helmut Eichlseder, Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik an der TU Graz, für den Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK).

Eichlseder stellt darin u.a. klar: „Den Verbrennungsmotor nun mit regenerativ hergestelltem Wasserstoff zu betreiben, würde ihn aus der Klimadiskussion rausnehmen. Wasserstoff ist nämlich im Verbrennungsmotor gut zu beherrschen.“

Wahrscheinlich kommen daraufhin wieder die üblichen, geringqualifizierten Kommentare, wonach Wasserstoff und Synfuels sich wegen der Umwandlungsverluste nicht lohnten.
Daher sei vorbeugend darauf hingewiesen, dass der Strombedarf sich im Rahmen der Dekarbonisierung der gesamten Energieversorgung abseits des Verkehrs bis 2050 lt. Umweltbundesamt mindestens verfünffachen wird. So viel Ökostrom kann man nicht im eigenen Lande produzieren. Europa wird also auch in Zukunft große Mengen chemisch gebundener Energie importieren – gewonnen aus regenerativen Quellen in sonnenreicheren Ländern.
Das wird auch dann geschehen, wenn die EU-Kommission am teuren Irrweg der staatlich erzwungenen Elektromobilität festhalten sollte.

Um alle deutschen Pkw mit synthetischem Kraftstoff zu versorgen, würde es genügen, die zukünftig ohnehin zwingend notwendigen Produktionsanlagen im Ausland um kaum mehr als ein Drittel größer auszulegen.

Vorteile dieses Weges:

  • Die vorhandene Infrastruktur kann weiterverwendet werden
  • Die Stromerzeugung muss nicht aufgerüstet werden, um neben der Energiewende auch noch die Leistungsspitzen der Schnelllader zu bewältigen
  • Auch der Fahrbetrieb des Altfahrzeugbestands kann schrittweise dekarbonisiert werden

2 Antworten auf “Der klimaneutrale Verbrennungsmotor”

  1. > Scharlatane unter den Wissenschaftlern behaupten dreist, Treibhausgasneutralität sei mit Verbrennungsmotoren nicht möglich. Das …

    Ich denke zwar das Wasserstoff aus Kostengründen der falsche Ansatz ist, aber ich denke der Verbrennungsmotor in in ausreichend vielen Anwendungen dem E-Motor überlegen und ebenfalls Teil einer intelligenten fakten basierten Energiewende. Diskutierte und teilweise heiß ersehnte Verbrennerverbote sind rein ideologisch begründet.

    Vielleicht noch ergänzend zum Thema:
    Das KIT hat in einer Versuchsanlage Methan mit >75% Wirkungsgrad hergestellt und rechnet damit bei industriellen Einsatz sogar >80%.
    https://www.kit.edu/kit/pi_2018_009_power-to-gas-mit-hohem-wirkungsgrad.php
    Zusätzlich kann damit Biogas, das derzeit mit recht schlechtem Wirkungsgrad in Strom gewandelt wird, quasi verlustfrei in existierende Erdgasnetz eingeleitet werden. Gerade in Norddeutschland, wo viel Windkraft und Biogas zusammenkommen könnte hiermit ein guter Teil der Energiewende realisiert werden.

    Damit relativiert sich einmal mehr der angeblich so viel bessere Wirkungsgrad von E-Autos, der bei vollständiger Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus doch i.d.R. eher ernüchternd ist. Themen wie Ladeverluste, Bedarf für Heizung, Selbstentladung, Graue Energie im Produkt, Verluste für die Batteriekonditionierung bei Kälte uvm. werden, wenn überhaupt akzeptiert, von den E-Auto Befürwortern als marginal abgetan und stets nur auf den Tank-to-Wheel Wirkungsgrad verwiesen, der aber eben nur ein Teil der ganzen Story ist.
    Schade das sie sich dann später (wieder mal) damit rausreden wollen das sie von nichts gewusst hätten und Schuld ist ja eh die böse Industrie und schade für die Umwelt die deutlich schneller entlastet werden könnte.

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